Über staatliche und freie Kryptowährungen – und wie ein seriöser und intelligenter Ausstieg aus Kryptopositionen gelingt

Wie die Süddeutsche Zeitung vom 29.01.2018 berichtet, prüft derzeit ca. ein Dutzend Länder die Möglichkeit, eine eigene, staatliche Kryptowährung zu etablieren. Grund hierfür sei nach Angabe der Zeitung der Trend, Bargeld stufenweise immer weiter abzuschaffen. So seien noch im Jahre 2010 ca. 40% aller Transaktionen im Handel in bar vonstatten gegangen, im Jahre 2016 reduzierte sich diese Quote auf 15%. Länder wie Schweden sehen in der Tendenz, bargeldlose Transaktionen vorzunehmen das Risiko, dass Bürger im Falle einer etwaigen Finanzkrise schnell in Liquiditätsschwierigkeiten kommen könnten.  Auch bei Banken zeichnet sich allmählich diese Denkweise ab. Ob staatliche Kryptowährungen einem solchen Szenario vorzubeugen vermögen, bleibt wohl zu prüfen.

Enormer Nachfrageüberhang bei „staatsfreien“ Kryptowährungen

Völlig losgelöst von der Frage, ob sich Kyptowährungen tatsächlich irgendwann als „Staatswährung“ wiederfinden werden, ist jedoch die derzeitige Spekulationswelle auf Währungen wie Bitcoin, Etherium etc. zu beurteilen. In der Tat zeigt sich der Kurs etwa der Hauptkryptowährung Bitcoin als nachhaltig volatil, jedoch mit einer starken Tendenz nach oben. So legten die Kurse in den vergangenen Monaten um 1000 Prozent zu.

Viele Charts, die diese Entwicklung wiederspiegeln ähneln einem scheinbar chaotischen Zickzack-Kurs. Jedoch entgegen aller Warnungen wie etwa durch Nobelpreisträger Robert Shiller ausgesprochen, der Bitcoins als reines Spekulationsphänomen ähnlich dem Run auf Tulpenzwiebeln im Holland des 17. Jahrhunderts sieht und ein Platzen der Blase als sicher voraussagt, investieren immer mehr Menschen weltweit in Bitcoin & Co. Auch, wenn Experten wie etwa Bundesbank Vorstand Andreas Dombret in einem Focus Interview in der aktuellen Ausgabe 5/2018 sich durchaus nicht so ängstlich zeigen, was die Stabilität des Finanzmarktes auch im Falle eines Platzens der Spekulationsblase angeht, bleibt für investierte Anleger nicht nur die Frage, ob sich der Wert der Kryptowährungen weiterhin so positiv entwickelt, sondern gegebenenfalls auch die Frage, wie ein Exit aus dem Kryptomarkt aussehen könnte.

Wie gelingt ein sauberer und intelligenter Ausstieg aus Kryptowährungen?

Es ist eine Sache, Tausende, wenn nicht Millionen mit der Investition in Bitcoins „auf dem Papier“ – oder besser auf der Blockchain – generiert zu haben. Die große Frage bleibt aber, was man mit all den Bitcoins, die sich im Wert verhundert- und vertausendfacht haben, eigentlich dann anstellt. Die unterschiedlichen Stimmen in Politik und Wirtschaft zu diesem Thema tragen sicher nicht zu einem entspannten Halten der Kryptowährungspositionen bei, sondern sorgen auch bei hartgesottenen Investoren für Kopfzerbrechen. Einmal gewonnen, möchte man natürlich weder einen Totalverlust erleiden, noch möchte man viel zu früh und ehe das potentielle wirkliche Hoch des Investments erreicht ist, aussteigen.

Letzteres ist nicht vorhersehbar und aufgrund der fehlenden Regulatorik durch BaFin oder andere staatliche Behörden nicht nur vom Anlegerverhalten, sondern auch von äußeren Faktoren abhängig, die – zumindest der deutsche Anleger – im durchorganisierten und juristisch top aufgestellten Deutschland nicht gewohnt ist.

Noch ist der Markt für Finanzprodukte rund um Kryptowährungen weder ausgebildet noch transparent, geschweige denn reguliert. Die jüngste Vergangenheit zeigt jedoch, dass die intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen Kryptowährung vielschichtiger, differenzierter und letztlich auch professioneller wird. Für diejenigen, die ebenfalls auf den Zug auf- und abspringen wollen, um mit der Spekulation auf Bitcoins Geld zu verdienen, gibt es sicherlich noch genug Gelegenheiten. Denjenigen, die sich qualifizierter mit der Thematik und der Investitionsmöglichkeit in ein durch Sachwerte abgesichertes Kryptowährungsprodukt auseinandersetzen wollen, das sowohl juristisch als auch steuerlich geprüft und zertifiziert wird, sei eine Kontaktaufnahme über bitrealcapital.com/kontakt/ empfohlen.

 

Janine Hardi hat an der LMU München Rechtswissenschaften studiert und ist seit 2003 zugelassene Rechtsanwältin. Ihre Karriere begann sie bei der HypoVereinsbank. Weitere Stationen waren bei Hudson Advisors in München und Frankfurt sowie Lone Star in Bermuda. Seit 2011 arbeitet sie als Managing Director bei der FMS Wertmanagement AöR im Bereich Infrastructure und Commercial Real Estate und ist für den Abbau des ursprünglich fast 30 Mrd. € großen Immobilienportfolios mit verantwortlich. Daneben hat sie sich auf den Bereich In-House Regulatorik, schriftlich fixierte Ordnung sowie Gremienbetreuung spezialisiert.