Warum Aufsichtsbehören der Nachfrage nach Kryptowährungen nichts anhaben können – und warum wir sie dennoch benötigen

Gemäß einem Bericht der Tagesschau vom 11.1.2018 plant Südkorea, den Handel mit Bitcoins zu verbieten. Angesichts der Tatsache, dass es bei Südkorea um eines der wichtigsten Länder für den Kryptowährungshandel geht, stellt diese Entscheidung einen weiteren Meilenstein in einer Welt dar, die von Extremen geprägt ist. Von übermäßiger Panikmache bis hin zu laxer Ignoranz findet sich in Finanzwelt, Gesellschaft und Medien jede erdenkliche- aber eben meist extreme- Meinung und Handhabe wieder. Dabei wäre eine wohl überlegte Auseinandersetzung mit dem Thema wesentlich effektiver als strikte Verbote.

Das Ergebnis eines solchen Verbots kann auch ohne hellseherische Fähigkeiten vorhergesehen werden, wenn man sich die Entwicklungen in China ansieht, die nach dem generellen ICO-Verbot im September 2017 und der sich hieran anschließenden Schließung der Bitcoin-Börsen auf dem chinesischen Festland im November 2017 vonstatten gingen. Für den weltweit größten Standort für das Minen von Kryptowährungen waren die Entscheidungen der chinesischen Staatsregierung durchaus tiefgreifend, denn nicht nur bei der Produktion von Bitcoin & Co. war China Nummer 1, sondern damit einhergehend war China auch das Land, in dem die meisten Investoren in Kryptowährungen leben und geschäftlich unterwegs sind.

Hongkong bietet damit den sicheren Hafen für Handelsplattformen, auf denen der Markt für Kryptowährungen nach wie vor mächtig boomt.

Nachdem der Besitz oder auch das Tauschen von Kryptowährungen weiterhin erlaubt bleibt, ist zumindest ein Teil der finanzpolitischen Dimension nicht für illegal erklärt worden. Fakt ist aber, dass Börsenplattformen im Nachgang des Verbots schlicht umfirmierten und ihre Tätigkeit in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong verlegt haben.

Hongkong – ausgestattet mit eigenen Gesetzen – bietet damit den sicheren Hafen für Handelsplattformen, auf denen der Markt für Kryptowährungen nach wie vor mächtig boomt. Inwiefern sich die chinesische Regierung damit einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten – in jedem Fall wurde für die Regierung die Kontrolle und Regulierbarkeit durch das generelle Verbot schwieriger als zuvor.

Kryptowährungen überlebten durch einzigartige Vorteile jedes Verbot

Dem gegenüber steht aber der Markt, der sich durch ein staatliches Eingreifen sichtbar wenig beeindrucken lässt. Die Nachfrage nach Kryptowährungen steigt nach wie vor. Dies liegt zum einen an der Frustration von Anlegern über das Bankenwesen. Das Versprechen, Finanztransaktionen ohne Zwischenstation bei einer Bank abwickeln zu können und das auch noch zu wesentlich günstigeren Konditionen, erscheint für viele in der Finanzkrise vorsichtig gewordene Investoren ein ganz wesentlicher Aspekt für eine Anlageentscheidung in Kryptowährung zu sein. Auch der zeitliche Versatz, der bei Banktransaktionen häufig zu bedauern ist, fällt bei den kurzen Transaktionsläufen, die durch die Blockchaintechnologie erzielt wird, weg. Die Möglichkeit, einen Kryptowährungsinhaber direkt als Geschäftspartner und damit „peer-to-peer“ für ein potentielles Geschäft als Gegenüber zu haben, ohne das Problem, etwa einer Bank oder gar einer staatlichen Aufsichtsbehörde als oberster Instanz ausgesetzt zu sein, verstärkt das Gefühl, unabhängig von einem System zu sein, das in der Vergangenheit nicht wirklich durch Integrität glänzen konnte.

Dem steht klar die Kritik an Kryptowährungen gegenüber, die zu Recht auf die hohe Volatilität, die Nutzung für kriminelle Zwecke und auch die Angreifbarkeit der dahinter stehenden Technologie Bezug nimmt. Gerade der zuletzt genannte Vorwurf erscheint in Zeiten, in denen gravierende Sicherheitslücken bei Milliarden von Prozessoren entdeckt wurden, keine besonders schockierende Nachricht – jedes Computersystem ist angreifbar. Wird wegen besagter Sicherheitslücken nun jeder Computer verboten? Natürlich nicht! Vielmehr werden nun Mittel und Wege gefunden werden müssen, um Sicherheitsupdates und ähnliches generieren zu können und zum Einsatz zu bringen.

Die Tatsache, dass sich der Aktienkurs des Unternehmens KODAK nach Bekanntgabe des Plans, einen speziell auf im Fotografengewerbe tätige Personen und Firmen abgestimmten Coin- den „KodakCoin“- zu erschaffen, mehr als verdoppelt hat, spricht nicht für ein Nachlassen des Hypes.

Staatliche Regulierung als nächste Evolutionsstufe von Kryptowährungen

Fraglich bleibt, wie die Regierungen und Zentralbanken mit ihm umgehen wollen, denn er kann zwar verboten werden, jedoch wird er sich dadurch nicht verkleinern. Da stimmt es doch optimistisch, wenn im Handelsblatt mit Bericht vom 11.01.2018 darüber informiert wird, dass sich der US-Senat nunmehr mit den Risiken von Kryptowährungen auseinandersetzen will. Die Richtung stimmt: Anstatt den Menschen schlicht zu untersagen, in die Kryptowelt einzutauchen, wäre die Aufklärung über Risiken, aber auch die fantastischen Chancen, die Information über Sicherheitslücken und auch das Erfordernis des Schließens ebensolcher angezeigt. Eine staatliche Regulierung brächte Sicherheit in ein spannendes Universum unendlicher Möglichkeiten und würde es Anlegern erleichtern, sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen.

„Eine staatliche Regulierung brächte Sicherheit in ein spannendes Universum unendlicher Möglichkeiten und würde es Anlegern erleichtern, sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen.“

Der „KodakCoin“, dessen Idee es ist, Bildrechte von Fotografen zu sichern, sieht sich einem positiv gestimmten Markt gegenüber. Um diesen von zwielichtigen Geschäften abgrenzen zu können, braucht es keine generellen Verbote, es braucht Produkte, die die bahnbrechende Blockchaintechnologie sinnvoll für sich einsetzen und Unternehmen, die Anlegern ein realistisches Szenario aufzeigen können, was aus ihrem Vermögen wird, wenn sie es- teilweise- in Kryptowährungen anlegen.

Den Aufwand, den ein Unternehmer betreiben muss, um Geld für einen Immobilienfonds einsammeln zu dürfen, mit dem er ganz konservativ wirtschaften möchte, um seinen Anlegern ein gewisses Maß an Rendite bieten zu können, steht unter dem Aspekt von BaFin-Anforderungen, über komplexe steuerliche und juristische Fragen bis hin zur vollständigen Offenlegung aller Zahlen, Bonitätskennzahlen und Vermögenswerte gegenüber einer potentiell Fremdkapital finanzierenden Bank, in keinem Verhältnis zu der Einfachheit, im Internet völlig anonym sämtliche Vermögenswerte, die eine Person besitzt, ohne jede Regel, staatliche Kontrolle oder auch nur Kontrollierbarkeit in Kryptowährungen zu tauschen. Anlegerschutz kann sich nicht auf kritische Interviews in Finanzmarktmagazinen oder populären Fernsehsendungen beschränken.

BITREAL als Fondsinnovator an vorderster Front

Die BITREAL Capital geht den langen Weg der Ermöglichung eines Spezial AIFs – ein Immobilienfonds, der in außerordentlich bodenständige Immobilien in den Top-Städten Deutschlands investieren möchte. Er wird BaFin-registriert und juristisch und steuerlich wohl durchdacht aufgesetzt, indem sich seine Initiatoren von Top-Kanzleien beraten lassen. Einzigartig wird das Vehikel durch die Kryptowährungskomponente, die auf einzigartige Weise ausgerechnet diese beiden Extreme miteinander verbindet: Konservative Investition in deutsche Gewerbeimmobilien mit dem enormen Wachstumspotential von blockchainbasierten virtuellen Währungen. Und wenn dann hoffentlich die Regulierung des Kryptomarktes voranschreitet und Finanzprodukte in diesem Bereich wie Pilze aus der Erde schießen, werden diejenigen Investoren, die in den Fonds eingezahlt haben, schon längst ein schönes Upside mitgenommen haben.

Und wenn Bitcoin & Co. tatsächlich nicht die erwartete Entwicklung markieren sollten, haben Investoren eine einzigartige Chance wahrgenommen, dessen Risiko durch die Investition in hochwertige, wertstabile Gewerbeimmobilien minimiert war. Dabei sind die Personen, die hinter der BITREAL Capital stehen, erfahrene Profis, die beide Komponenten abdecken: jahrelanges Immobilien-Know-How und eine tiefe Expertise im Kryptowährungsmarkt, in dem es tatsächlich (noch) nicht viele Profis gibt.

 

Janine Hardi hat an der LMU München Rechtswissenschaften studiert und ist seit 2003 zugelassene Rechtsanwältin. Ihre Karriere begann sie bei der HypoVereinsbank. Weitere Stationen waren bei Hudson Advisors in München und Frankfurt sowie Lone Star in Bermuda. Seit 2011 arbeitet sie als Managing Director bei der FMS Wertmanagement AöR im Bereich Infrastructure und Commercial Real Estate und ist für den Abbau des ursprünglich fast 30 Mrd. € großen Immobilienportfolios mit verantwortlich. Daneben hat sie sich auf den Bereich In-House Regulatorik, schriftlich fixierte Ordnung sowie Gremienbetreuung spezialisiert.